Induratio penis plastica

Die Induratio penis plastica (IPP, induratio lat. Verhärtung, auch Peyronie-Krankheit) ist eine Bindegewebserkrankungen des Penis bei der es zur Bildung fibrinöser Plaques am Penisschaft kommt. Narbengewebe kann zur erheblichen Penisverkümmung mit Deformationen, evtl. Penisverkürzung,  Schmerzen bei der Erektion führen. Dabei könnte eine erektile Dysfunktion mit psychischen Problemen entstehen.

Der Verlauf ist oft schubweise. Zuerst kommt eine aktive inflammatorische Phase ca. 12 bis 18 Monaten, danach folgt die stabile fibrose Phase.

Die Entstehung der IPP  ist noch nicht ganz geklärt. Als mögliche Ursache könnte die Mikrotrauma Penis sein. Es ist vor weniger Zeit die genetische Veränderungen auf dem Chromosom 7 (WNT2 Locus und Chromosom 3 als genetische Veranlagerungen nachgewiesen. Statistisch kommt es in 30-40% Fällen zum parallelen Verlauf  mit einer ähnlichen Veränderung (Kontrakturen) an den Händen Dupuytren. Die Raucher haben ein 16xmal erhöhtes Risiko eine IPP zu entwickeln.


Therapie einer Induratio penis plastica

Das Therapiemodell besteht aus:

1. Medikamentöse Therapie mit PDE (5) Inhibitoren, L-Arginin, Citrullin, Antioxidantien.
Diese Medikamente stoppen die vermehrte Bildung von Kollagen, damit verbundene Penisverformung, bzw. Verkrümmung, die Fortschreitung der IPP.

2. Penisstreckapparate und Vakuumtherapie werden oft zur Verlängerung des Penis verwendet. Die Therapie soll die nächsten 12 Monaten konsequent durchgeführt werden. Man gewinnt wieder die durch IPP verlorener 2-3 cm Penislänge.

3. Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) wird von uns bei nachgewiesenen Knoten, Plaques, Kalkablagerungen angeboten. Die Zahl der Anwendungen wird individuell nach der Untersuchung festgestellt (zwischen 6 und 10). Die Durchführung der ESWT sollte am besten 2xmal wöchentlich und jeweils 30 min. stattfinden. Wir nützen für die Extrakorporale Stoßwellentherapie den Apparat „Dornier Aries“.

Aus unserer Erfahrung können wir bei o.g. konservativen Therapie eine Besserung bei  IPP bei 60-70% alle Patienten zu berichten.
Es kommt zur deutlichen Verbesserung  des ursprünglichen Zustandes.

Eine operative Therapie kommt meistens zum Einsatz bei starker Verkrümmung des Penis mit erheblicher Beeinträchtigung.  Die operative Technik erfolgt nach Nesbit, oder Raffung, oder durch Plaquexzision mit plastische Deckung des Defektes (Graftung).